Dienstag, 31. Dezember 2013

Happy New Year 2014

New Year's Superstitions and Traditions:

♦ We kiss those dearest to us at midnight not only to share a moment of celebration with our favorite people, but also to ensure those affections and ties will continue throughout the next twelve months. To fail to smooch our significant others at the stroke of twelve would be to set the stage for a year of coldness.

♦ The new year must not be seen in with bare cupboards, lest that be the way of things for the year. Larders must be topped up and plenty of money must be placed in every wallet in the home to guarantee prosperity.

♦ The new year should not be begun with the household in debt, so checks should be written and mailed off prior to January 1st. Likewise, personal debts should be settled before the New Year arrives.

♦ The first person to enter your home after the stroke of midnight will influence the year you're about to have. Ideally, he should be dark-haired, tall, and good-looking, and it would be even better if he came bearing certain small gifts such as a lump of coal, a silver coin, a bit of bread, a sprig of evergreen, and some salt. 

♦ Nothing, absolutely nothing, not even garbage, is to leave the house on the first day of the year. The year must begin with something's being added to the home before anything subtracts from it. 

♦ Make sure to do — and be successful at — something related to your work on the first day of the year, even if you don't go near your place of employment that day. Limit your activity to a token amount, though, because to engage in a serious work project on that day is very unlucky.

♦ Wear something new on January 1 to increase the likelihood of your receiving more new garments during the year to follow.

♦ Do not pay back loans or lend money or other precious items on New Year's Day. To do so is to guarantee you'll be paying out all year. 

♦ Avoid breaking things on that first day lest wreckage be part of your year. Also, avoid crying on the first day of the year lest that activity set the tone for the next twelve months.

♦ At midnight, all the doors of a house must be opened to let the old year escape unimpeded. He must leave before the New Year can come in, says popular wisdom, so doors are flung open to assist him in finding his way out.

♦ Make as much noise as possible at midnight. You're not just celebrating; you're scaring away evil spirits! According to widespread superstition, evil spirits and the Devil himself hate loud noise. 

♦ Holding a piece of silver or gold as the New Year begins is said to increase the chances of prosperity in the coming year...some place a silver coin over the doorway or a penny on the windowsill or have money in your pocket.

♦ Light up a candle and let it burn throughout the night. It guides lost souls on their way, tells evil that this house is occupied and remembers your loved lost ones.

♦ Wear red underwear to make sure to have a very lucky year in love affairs.

♦ Do not leave your laundry hanging during the night. Brings the dirt and bad things from the year before right into the new one.

♦ Do not wash dishes, do your laundry or wash hair on New Year's Day. You might wash away your new luck.

♦ To dance in the open air, especially round a tree, on New Year's Day ensures luck in love and prosperity and freedom from ill health during the coming twelve months. 

♦ Whatever you do on New Year's Day, can reflect on what you'll be doing all year long. Recovering from a big party the night before? Your year will likely include being surrounded by friends and good times. Motivating to work out on New Year’s Day? You might just lose this extra weight in the new year. Cleaning and organizing around the house? Sounds like a year full of getting things done. Sleeping the day away? Maybe you won’t be getting too much done in the new year.

Happy New Year!

Samstag, 6. Juli 2013

Wie ich reise

Ich habe es satt, dass man mir ständig sagt, ich hake Dinge auf meiner Liste an Sehenswürdigkeiten ab, eile von Attraktion zu Attraktion, nur um alles abzuklappern, was in meinem Reiseführer steht. Ich genieße die Stadt angeblich nicht, lasse mich nicht von ihr treiben. So ein ausgemachter Blödsinn!

Ja, ich reise meist allein. Aus gutem Grund. Und ja, ich habe gewisse Eigenheiten auf Reisen. Es gibt Dinge, die mich gar nicht interessieren (einkaufen/shoppen z.B.) und es gibt Dinge, für die ich mich ungeheuer begeistern kann (Architektur oder bauhistorische Sehenswürdigkeiten z.B.). Das ist einerseits durch meine Eltern und deren Erziehung bedingt (Historikerin als Mutter) und andererseits durch meine Ausbildung (HTL für Bautechnik).
Während andere durch die Stadt spazieren, mit den Augen in den Schaufenstern, habe ich meinen Kopf oben und übersehe dabei das ABC der Haute Couture oder Schnäppchen, die man so bei uns nicht bekommt. Dafür sehe ich Statuen, Dachziegel, Streben, Wasserspeier,... und amüsiere mich über deren Gesichtsausdruck, male mir aus, was sie sich wohl denken, wenn so viele Menschen tagein tagaus an ihnen vorüber spazieren oder lese nach, wie alt sie sind und bin begeistert ob ihrer noch immer erkennbaren Schönheit, oder entsetzt ob der noch immer nicht erfolgten, aber dringend notwendigen Restaurierung.

Aber ich sitze auch zwei Stunden am Markusplatz, esse ein Sandwich und beobachte Touristen. Oder wate durchs Aqua Alta und lache mit anderen, die darin spielen. Ich brauche eineinhalb Stunden, um die Karlsbrücke zu überqueren und noch länger für die Engelsbrücke, kann zwei Stunden lang Segelbooten auf der Alster zusehen, einen halben Tag von Arthur's Seat aus das mir zu Füßen liegende Edinburgh inhalieren oder in Rosslyn Chapel stehen und staunen. Ganz zu schweigen davon, wie viel Zeit ich auf Friedhöfen totschlagen (!) kann...

Ich lese meinen Reiseführer im Vorhinein, mache mir einen Plan, welche Strecken ich abgehe und zeichne mir die (für mich!!) wichtigen Dinge in Plan und Buch an. Aber ich halte mich nicht strikt daran. Manchmal, weil ich mich verlaufe (den Straßenplan Venedigs habe ich nach dem ersten Tag weg geworfen) und manchmal, weil ich etwas Spannenderes finde und abbiege. Ich bereite mich vor, weil ich nun mal gerne weiß, wohin ich fahre und was mich dort erwartet bzw. was ich dort erwarten kann. Ich möchte nicht in einer Stadt gewesen sein und dann drauf kommen, dass ich die "wichtigsten Sehenswürdigkeiten" verpasst habe oder noch schlimmer, gar nicht drauf kommen, wo ich da war. Beispiel: ein junger Amerikaner war in Venedig, ich fragte ihn, als er zurück kam, wie ihm der Markusdom gefallen hat und seine Antwort war ein fragendes: "Was war das noch gleich?" Und nein, es sind nicht nur Amerikaner so. Ich hab ähnliches schon bei europäischen Nordlichtern und Südländern erlebt...
Ja, vielleicht verpasse ich dadurch etwas, das andere sehen und erleben, aber meine Prioritäten sind nun mal nicht eure. Na und?! Genau deshalb reise ich meist alleine. Ich zwinge meine Reise-Macken niemandem auf, also let me be... 


Webalbum meiner Reisen

Weltkusstag

Kuss

Auf die Hände küsst die Achtung
Freundschaft auf die off'ne Stirn
Auf die Wange Wohlgefallen
Sel'ge Liebe auf den Mund
Aufs geschloss'ne Aug' die Sehnsucht
In die hohle Hand Verlangen
Arm und Nacken die Begierde
Überall sonst hin Raserei!
(Franz Grillparzer) 

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Die Galathee

Wie willst du weiße Lilien
Zu roten Rosen machen?
Küss eine weiße Galathee:
Sie wird errötend lachen.

(Friedrich von Logau)

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Der Neid

Der Neid, o Kind
Zählt uns're Küsse:
Drum küss geschwind
Ein Tausend Küsse.
Geschwind du mich
Geschwind ich dich!
O Laura, küsse
Manch Tausend Küsse:
Damit er sich verzählen müsse.
(Gotthold Ephraim Lessing)








Sonntag, 10. Februar 2013

Do you want to be my Valentine?

Der Valentinstag (bei uns am 14.02.) rückt näher. Eine kurze Diskussion auf Twitter, hat mich wieder drauf gebracht, dass ich ja hierzu auch so meine eigenen Gedanken habe, die ich gerne teilen möchte:

Ein kurzer, historischer, Exkurs:
Der Brauch soll auf den Bischof Valentin von Terni zurück gehen, der im 3. Jhd u.a. Soldaten getraut hat (die  eigentlich nicht heiraten durften) und den Brautpaaren dabei Blumen aus seinem Garten geschenkt hat. Seine Vermählungen standen durchwegs unter einem guten Stern. Valentin wurde am 14.02. enthauptet.
Dass am 14. Februar gefeiert wird, könnte auch mit den Festtagen der Lupercalien zusammen hängen. Eine Art Frühlingsfest, das im Altertum um diese Zeit herum begangen wurde.

Und schon sind wir mittendrin: der 14.Februar huldigt dem beginnenden Frühling. Was geht mit dem Frühling einher? Das Bebauen der Äcker, ergo Fruchtbarkeit, die Frühlingsgefühle, wenn die Sonne wieder länger scheint und die Menschen aus ihren Höhlen kriechen, ergo Liebe. Bingo. Der Tag der Liebenden.
Wir könnten uns auch einfach mal eingestehen, dass die meisten (Achtung: die meisten! Nicht alle) Feierlichkeiten auf altertümliche und/oder heidnische Brauchtümer zurück zu führen sind. Aber das ist eigentlich eine andere Geschichte...

Hier geht's mir darum, warum man den Valentinstag nicht hassen muss, aber sich auch nicht gezwungen sehen sollte, die "allgemein gültigen" Abläufe strikt einzuhalten. Einfach mal den Tag zum Anlass nehmen. Warum auch nicht?!
"Ich brauche keinen bestimmten Tag, um meiner Frau zu sagen, dass ich sie liebe. Ich mache das, wenn ich will." Ok. Aber dann mach es auch. Und nicht nur zum Geburtstag oder zum Hochzeitstag. Funktioniert nicht so richtig? Eben, dann halt einen Tag nehmen, an dem man erinnert wird. Was ist daran schlimm?
Man kann den Valentinstag ja auch ignorieren, wenn man möchte und nutzt aber dafür andere Gelegenheiten.

Mein Ex hat sich jahrelang geweigert, den Valentinstag zu begehen. Auch kein Problem für mich. Wenn mein Partner nicht möchte, dann ist es gut. Solange er mich hin und wieder wissen lässt, dass ich diejenige, welche bin...
Ich habe ihm mal zum Valentinstag Blumen und ein kleines Geschenk gemacht. Es war ihm unheimlich peinlich. Keine Ahnung warum. Aber das ist, was ich ausdrücken möchte: wenn einem die aufoktroyierten Dinge nicht passen, dann einfach was draus machen, was einem in den Kram passt - salopp ausgedrückt. Deshalb sehe ich den Valentinstag als eine Gelegenheit, meinen Lieben Danke zu sagen und dass ich sie mag. Das inkludiert meine Freundin, die mich immer zum richtigen Zeitpunkt davon abhält, tief zu fallen, das inkludiert meine Eltern, die immer hinter mir stehen und mich auffangen, das inkludiert Personen, die einfach da sind, wenn sie sollen. Jeder von ihnen ist mein Valentine. Und jedem kann ich ein Herzchen, Blumen, Schokolade oder ein kleines Geschenk machen. Es muss nicht der "Liebes-"Partner sein. Sie alle sind Partner in meinem Leben. Sie sind alle da für mich. Ich bin für sie da. Das ist es doch, was Liebe ausmacht, oder?!

Liebe Leute, hört, was ich euch sag': einen Liebes-Partner braucht es nicht für diesen Tag. Freunde sind wichtig, nur die allein. Deshalb: do you want to be my Valentine?