Sonntag, 10. Februar 2013

Do you want to be my Valentine?

Der Valentinstag (bei uns am 14.02.) rückt näher. Eine kurze Diskussion auf Twitter, hat mich wieder drauf gebracht, dass ich ja hierzu auch so meine eigenen Gedanken habe, die ich gerne teilen möchte:

Ein kurzer, historischer, Exkurs:
Der Brauch soll auf den Bischof Valentin von Terni zurück gehen, der im 3. Jhd u.a. Soldaten getraut hat (die  eigentlich nicht heiraten durften) und den Brautpaaren dabei Blumen aus seinem Garten geschenkt hat. Seine Vermählungen standen durchwegs unter einem guten Stern. Valentin wurde am 14.02. enthauptet.
Dass am 14. Februar gefeiert wird, könnte auch mit den Festtagen der Lupercalien zusammen hängen. Eine Art Frühlingsfest, das im Altertum um diese Zeit herum begangen wurde.

Und schon sind wir mittendrin: der 14.Februar huldigt dem beginnenden Frühling. Was geht mit dem Frühling einher? Das Bebauen der Äcker, ergo Fruchtbarkeit, die Frühlingsgefühle, wenn die Sonne wieder länger scheint und die Menschen aus ihren Höhlen kriechen, ergo Liebe. Bingo. Der Tag der Liebenden.
Wir könnten uns auch einfach mal eingestehen, dass die meisten (Achtung: die meisten! Nicht alle) Feierlichkeiten auf altertümliche und/oder heidnische Brauchtümer zurück zu führen sind. Aber das ist eigentlich eine andere Geschichte...

Hier geht's mir darum, warum man den Valentinstag nicht hassen muss, aber sich auch nicht gezwungen sehen sollte, die "allgemein gültigen" Abläufe strikt einzuhalten. Einfach mal den Tag zum Anlass nehmen. Warum auch nicht?!
"Ich brauche keinen bestimmten Tag, um meiner Frau zu sagen, dass ich sie liebe. Ich mache das, wenn ich will." Ok. Aber dann mach es auch. Und nicht nur zum Geburtstag oder zum Hochzeitstag. Funktioniert nicht so richtig? Eben, dann halt einen Tag nehmen, an dem man erinnert wird. Was ist daran schlimm?
Man kann den Valentinstag ja auch ignorieren, wenn man möchte und nutzt aber dafür andere Gelegenheiten.

Mein Ex hat sich jahrelang geweigert, den Valentinstag zu begehen. Auch kein Problem für mich. Wenn mein Partner nicht möchte, dann ist es gut. Solange er mich hin und wieder wissen lässt, dass ich diejenige, welche bin...
Ich habe ihm mal zum Valentinstag Blumen und ein kleines Geschenk gemacht. Es war ihm unheimlich peinlich. Keine Ahnung warum. Aber das ist, was ich ausdrücken möchte: wenn einem die aufoktroyierten Dinge nicht passen, dann einfach was draus machen, was einem in den Kram passt - salopp ausgedrückt. Deshalb sehe ich den Valentinstag als eine Gelegenheit, meinen Lieben Danke zu sagen und dass ich sie mag. Das inkludiert meine Freundin, die mich immer zum richtigen Zeitpunkt davon abhält, tief zu fallen, das inkludiert meine Eltern, die immer hinter mir stehen und mich auffangen, das inkludiert Personen, die einfach da sind, wenn sie sollen. Jeder von ihnen ist mein Valentine. Und jedem kann ich ein Herzchen, Blumen, Schokolade oder ein kleines Geschenk machen. Es muss nicht der "Liebes-"Partner sein. Sie alle sind Partner in meinem Leben. Sie sind alle da für mich. Ich bin für sie da. Das ist es doch, was Liebe ausmacht, oder?!

Liebe Leute, hört, was ich euch sag': einen Liebes-Partner braucht es nicht für diesen Tag. Freunde sind wichtig, nur die allein. Deshalb: do you want to be my Valentine?