Sonntag, 14. Dezember 2014

The town is alive with the sound of Turmbläser

Weihnachtsmarkttouren - Tour8 - Salzburg

Die längste Zeit schon wollte ich Österreichs (und ein paar deutsche) Weihnachtsmärkte besuchen und 2014 wurde aus dem Plan endlich mal ein konkreter. In diesem Fall ist es ein kleiner geworden, weil "nur" Salzburg, aber immerhin. Geplant waren Salzburg, München und Nürnberg, aber meine Begleitung (ja, ich wollte mit Begleitung fahren) wurde leider krank und für mich alleine war das zu teuer (ich sage nur *Einzelzimmerzuschlag*!!! Dazu kommt beizeiten noch ein Blogpost. Oder zwei.) 
Also habe ich umgeplant und ein Wochenende in Salzburg verbracht und was soll ich sagen: Salzburg zelebriert Weihnachten!
Ich bin zwar schon sehr gespannt, wie es anderswo aussieht (Prag und Nürnberg reizen mich), aber Salzburg hat schon mal ordentlich vorgelegt. Schade, dass kein Schnee lag, dann wär's wohl um mich geschehen gewesen... 


Angekommen, bin ich gleich mal in die Stadt und, obwohl ich woanders hin wollte, hat mich ein Schild umgelenkt: "Adventmarkt im Franziskischlössel". Nachdem der Markt nicht durchgehend offen hatte, sondern nur zu bestimmten Zeiten, machte ich mich gleich auf den Weg. Ohne zu wissen, wo das Schlössel genau liegt. Einfach den Schildern nach. Auf den Kapuzinerberg. Und weiter. Viel weiter. Viel, viel weiter. Dazwischen wollte ich aufgeben, aber man sagte mir unterwegs - nachdem ich verzweifelt schnaufend gefragt hab, ob ich überhaupt noch am richtigen Weg bin - dass ich näher am Schloss, als am Weg retour wäre... Irgendwann hab ich es doch geschafft und war da. Das Schlössel ist sehr niedlich, eine ehemalige Wehrburg, mit noch erhaltener Festungsmauer. Man geht geradewegs durch und kommt in den Gastgarten. Dort ist der Adventmarkt. In Wirklichkeit nur 3-4 Stände mit Essen und Trinken, aber weihnachtlich geschmückt. Mich begrüßten Turmbläser ♥
Die Atmosphäre war unglaublich (was man leider auf Fotos nicht einfangen kann). Das Schlössel war so süß, die Aussicht genial, die Turmbläser und die Weihnachtskugeln überall. Mit Schnee wäre das umg'schaut zu meinem absoluten Lieblingsmarkt avanciert. Einer der romantischsten Plätze ever. Obwohl ich noch stundenlang dort hätte stehen können, hab ich mich wieder auf den Abstieg gemacht. Es wollten ja noch mehr Märkte erkundet werden.

Unten angekommen, über die Salzach, den eigentlichen Christkindlmarkt links liegen lassend, gleich den nächsten Berg hinauf. Und zwar zur Festung Hohensalzburg. Aber diesmal nicht zu Fuß. In der ganzen Burg sind Stände verteilt, der eigentliche Markt befindet sich aber im Burghof. Mich begrüßten Turmbläser ♥ "Geh, wohin der Stern dich führt..." ist das Motto. Die Festung ist mit Herrnhuter Sternen geschmückt und wird in wechselnden Farben (innen, im Burghof) beleuchtet, was wirklich schön aussieht. Auch hier überwiegen die, im Kreis angeordneten, Stände mit Essen und Trinken, aber es gibt euch ein wenig Kunsthandwerkliches. Klein, färbig, romantisch. Auch ein süßer Markt. Die Kombination Burg-Adventmarkt, kann nur gut sein. 
Ach, und auf der Brüstung stehend, Salzburg bei Nacht zu meinen Füßen, ein Weihnachtsbaum hinter mir, erklang von unten ein Weihnachtschor. Wäre noch Schnee gefallen, hätt's kitschiger kaum sein können.

Wieder runter (mit der Bahn) und diesmal auf den tatsächlichen, eigentlichen Salzburger Christkindlmarkt (ja, der heißt so) auf dem Dom- und Residenzplatz. Riesig ist der. Erstreckt sich ja auch über zwei Plätze. Und sowas von gerammelt voll. Da kann man sich am Rathausplatz in Wien quasi frei bewegen. Und, guess what: ich wurde von Turmbläsern begrüßt ♥

Genau geschaut hab ich, ehrlicherweise, nicht, aber Ramsch hab ich keinen wirklichen entdeckt. Es gibt viel zu essen (Bauernkrapfen süß und pikant, Schneebälle, Speck,...) und trinken (die Häferl waren übrigens sehr süß!), Kunsthandwerk, Weihnachtsschmuck, einige esoterische Stände und sehr viele mit allen Arten von Krippen. 
Einmal um die Ecke, am Mozartplatz ist ein kleiner Eislaufplatz und davor noch ein kleiner Markt. Der hat aber nur Essen und Trinken. Außerdem sah das nach Schicki-Micki aus: Es gab Sitzplätze mit Wolldecken, Heizschwammerl und die Leute saßen mit Weingläsern dort. Wirkte eher wie der weihnachtliche Gastgarten eines Nobelschuppens aus (keine Turmbläser, btw ;-) )

Ich bin dann noch durch die Altstadt geschlendert, die sehr hübsch beleuchtet war. 

Am Alten Markt gab es noch ein paar Stände, die aber zusperrten, als ich vorbei kam. Etwas kitschig beleuchtet und eher Würstelstand-Feeling. 

Schmuck und Beleuchtung waren überall in der Stadt zu finden. Dabei wenig kitschig Buntes, sondern viel Reisig, mit Weihnachtskugeln (vorwiegend roten) und warmen, weißem Licht. Ein besonders hübsches Bild gab der Makartsteg ab. 




Am nächsten Tag folgte eine Altstadt-Tour mit einem Abstecher ins Sternbräu, wo, Überraschung, auch ein Weihnachtsmarkt (Sternadvent, nennt er sich) war. Mit vielen Seifenständen. Und Krippen. Seife und Krippen. Und Adventkränze. Der Adventmarkt rühmt sich damit, der ruhigste zu sein (stimme ich zu, es ist sehr ruhig dort) und der, der Wert darauf legt, die Stände weihnachtlich ausgesucht zu haben. Das mag sein. Mir sind halt v.a. die Seifen und Krippen aufgefallen. 
Egal, wo man in Salzburg hin kommt (Altstadt!), es ist überall geschmückt, beleuchtet und erinnert an Advent und Weihnachten. Nirgendwo kommt man der Stimmung so wenig aus, wie dort. Mir hat es sehr gut gefallen und ich komme wieder. Dann hoffentlich mit Schnee!


Sonntag, 30. November 2014

Adventkalender - Stille Nacht



Obwohl ich kein Verfechter von "besinnlichen Weihnachten" bin, habe ich diverse Versionen des Weihnachts-Klassikers als Online-Adventkalender dieses Jahr gewählt. Warum? Lange habe ich gebraucht, bis ich den Wert dieses Liedes erkannte. Es ist schlicht und ergreifend wunderschön und ein Weihnachtslied, das man tatsächlich überall auf der Welt kennt. Und das wirklich besondere: es kommt aus Österreich!


"Stille Nacht, heilige Nacht gilt als das bekannteste Weihnachtslied der Welt. Es ist in Österreich, wo es komponiert wurde, als Inbegriff des Weihnachtsbrauchtums zum Immateriellen Kulturerbe erklärt worden."  (c) Wikipedia


Joseph Mohr verfasste Anfang des 19.Jhdts den Text zu Stille Nacht. Franz Xaver Gruber komponierte kurz vor Weihnachten 2 Jahre später das Lied. Am 24. Dezember 1818 wurde "Stille Nacht" das erste Mal von beiden in der St. Nikolais Kirche in Oberndorf bei Salzburg gesungen. Von da trat es seinen Siegeszug um die Welt an.


01.12.2014 - Amy Grant

02.12.2014 - Dresdner Kreuzchor
03.12.2014 - Josh Groban
04.12.2014 - Gregorian
05.12.2014 - The Temptations
06.12.2014 - Nana Mouskouri
07.12.2014 - Pentatonix
08.12.2014 - Kelly Clarkson, Trisha Yearwood, Reba McEntire
09.12.2014 - Deo Cantemus
10.12.2014 - Celtic Woman
11.12.2014 - Heintje
12.12.2014 - Nina Hagen
13.12.2014 - Enya
14.12.2014 - Peter Alexander
15.12.2014 - Sinead O'Connor
16.12.2014 - Susan Boyle
17.12.2014 - Engelsgleich
18.12.2014 - Kelly Family & Friends
19.12.2014 - Domingo, Carreras, Natalie Cole
20.12.2014 - Andre Rieu
21.12.2014 - Mariah Carey
22.12.2014 - Udo Jürgens
23.12.2014 - Bing Crosby
24.12.2014 - Wiener Sängerknaben

Und hier der gesamte Text zum Nachsingen.

Samstag, 29. November 2014

Weihnachtsmarkttouren - Tour7

K&K Weihnachtsmarkt

Der K&K Weihnachtsmarkt am Michaelerplatz liegt gleich neben der Hofburg am - wie der Name schon sagt - Michaelerplatz und besteht aus gefühlten fünf Ständen. Er ist in Weiß gehalten und das einzige, das an Weihnachten erinnert, ist der Fakt, dass er zur Adventzeit geöffnet hat, die (sehr rare) Beleuchtung und der Punsch. Die Stände haben - ähnlich dem kleinen Markt am Stephansplatz - alle dasselbe Aussehen und die gleiche Beschriftung. Was ich grundsätzlich sehr nett finde, aber hier trägt es leider nur zur allgemeinen Langeweile bei. Es gibt auch eigentlich gar nichts zu Besichtigen, hauptsächlich Essen und Getränke (irgendwas mit Sisi, Veilchen und Gugelhupf), die Original Wiener Schneekugeln und Hüte. Man könnte mehr daraus machen, ohne ihn dabei sehr viel größer werden zu lassen. Schade und etwas unnötig. Eher ein After Work-Punsch-Treff, schätz ich, für die Anwälte und Schicki-Mickis der Gegend.

Adventzauber am Rathausplatz

*Der* Christkindlmarkt in Wien. Ja, kitschig. Ja, überfüllt. Ja, laut. Dennoch mag ich ihn. Warum: weil der Park nie so hübsch aussieht, wie zu Weihnachten. 

Er ist so hübsch. So hübsch. Ich wünschte, ich könnte meinen Garten so schmücken...
Auch, wenn alle darüber meckern, wenn wir ehrlich sind: er ist einfach hübsch. Alles so schön beleuchtet, so bunt, so glitzerig.
Der Markt bietet alles. Von allerlei zu essen und trinken (die Pünscher sind halt nicht so aufregend, aber die gefüllten Erdäpfel sind gut) über Spielzeug-Ramsch, unnötigem Kleinzeug, Schals und Hüten bis hin zu (Weihnachts)Schmuck und Stofftieren. Im Rathaus selber gibt es täglich Kinderbacken. Also backen für Kinder... und basteln für Kinder und (leider) alles nur für Kinder. Aber man kann sein Kind immerhin für ein paar Stunden loswerden... äh... in bewachten Händen wissen, wenn man Einkäufe erledigen will. 
Im Park gibt es das Wolkenpostamt, wo man seine Wünsche ans Christkind aufgeben kann. Direkt vor dem Rathaus steht der Weihnachtsbaum, davor eine Krippe (hier gibt es auch hin und wieder Gesänge) und rundum der Markt. Am Ring ist ein riesiger Adventkranz aufgestellt und die Promenade am Ring ist mit Schmetterlings-Engeln geschmückt.
Im Park selbst ist der wohl berühmteste, der Herzerlbaum. Es gibt aber auch einen Baum, der voller Geigen hängt, einen Cupcakes-Baum, einen Candy-Stick-Baum, einen mit Geschenkpackerl und Mistelzweigen und einen Bärli-Baum :-)

Ich geb's zu. Ich mag ihn gerne. Und ich gehe ihn jedes Jahr besuchen. Pflichtprogramm. Photographer's Paradise.

Weihnachtsmarkttouren - Tour6

Weihnachtsdorf Maria-Theresien-Platz

Wie schon in Tour5 beschrieben, gehört der Weihnachtsmarkt am Maria-Theresien-Platz auch zu den Weihnachtsdörfern. Das ist mein absoluter Favorit bei den Christkindlmärkten in Wien. Wahrscheinlich, weil ich ihn einmal im Schnee erlebt habe und der Markt, obwohl mitten in der Stadt und voller Menschen, dabei eine wunderschöne Ruhe ausstrahlte.

Er liegt zwischen Naturhistorischem und Kunsthistorischem Museum, der Landesgerichtsstraße bis zum Ring. In der Mitte wacht Maria Theresia über den Trubel zu ihren Füßen. Es gibt verschiedene Pünsche, Glühweine, Crepes (ich empfehle Beeren-Nutella - damit kann man das Service-Personal in die Verzweiflung treiben ;-) ) und schönes Allerlei. Nicht so "exquisit" wie beim Belvedere z.B., auch nicht so "handwerklich" wie am Karlsplatz (ein Markt, den ich gar nicht mag, btw, weil furchtbar langweilig), aber auch nicht so kitschig wie am Rathausplatz. Eine angenehme Mischung eben.

Winter im MQ

Meines Erachtens gar kein Weihnachtsmarkt. Wie denn auch, es gibt keine Aussteller, nur Getränke. Dennoch wird er meist in einem Atemzug mit allen anderen (tatsächlichen!) Weihnachtsmärkten in Wien genannt. Also soll er auch hier erwähnt werden: fad.

Freitag, 28. November 2014

Weihnachtsmarkttouren - Tour5

Weihnachtsdorf Belvedere

Wir kommen zu einem meiner Lieblingsmärkte: Das Weihnachtsdorf beim Schloss Belvedere.
Zu den Weihnachtsdörfern gehören auch das Alte AKH (mag ich persönlich nicht so gerne), der Maria-Theresien-Platz (mein absoluter Favorit) und Schloss Hof (zu dem ich es bis dato immer noch nicht geschafft habe).

Was ich mag an diesem Markt: die Kulisse ist großartig: Es "schwimmen" Sterne im Teich vor dem Schloss, dahinter stehen die beleuchteten Stände und hinter all dem thront das Schloss Belvedere. Außerdem bieten die Stände wirklich schöne Dinge an. Venezianische Masken, Christbaum- und Weihnachtsschmuck aus diversen Materialien, Christbaumkugeln, Diverses aus Glas oder Holz,.. nicht kitschig, gute, süße Schnabulierereien.

Es ist eine Bühne dort, wo fast täglich jemand auftritt. Von Andy Lee Lang bis hin zu Gospelsängern. Zu diesen Zeiten ist der Markt auch ziemlich überfüllt, aber danach wird es angenehm.
Wahrscheinlich gefällt er mir so gut, weil er ein so schönes Foto-Motiv abgibt. Mit Schnee muss das großartig sein...

Fotos von diversen Weihnachtsmärkten.

Donnerstag, 27. November 2014

Weihnachtsmarkttouren - Tour4

Weihnachtsmarkt Am Hof und Altwiener Christkindlmarkt

Im 1. Bezirk in Wien Am Hof liegt der Radio Wien Weihnachtsmarkt. Er liegt gleich in der Nähe zu einem weiteren, dem Altwiener Christkindlmarkt auf der Freyung.
Ich mag sie beide sehr gerne, weil in der Innenstadt, relativ übersichtlich und - im Gegensatz zum Christkindlmarkt am Rathausplatz - so gut wie kein Ramsch. Allerdings hat der Markt am Hof, für meinen Geschmack, viel zu viele kulinarische Stände. Gute Dinge, keine Frage, aber eigentlich ist es ein Fress-Markt :-) Dafür sind dort auch die besten Getränke zu finden. Punsch- und Glühwein-Variationen zum Abwinken und auch sonst viele Heißgetränke. Will man sich 
also auf ein paar Pünscher treffen, plaudern, andere Leute kennen lernen (auf keinem anderen Markt wird man so oft angesprochen, wie dort), dann ist man Am Hof bestens bedient. Im Hintergrund läuft Radio Wien.

Um sich dann wieder etwas weihnachtlicher zu fühlen, schlendert man am besten rüber zur Freyung, um die Schönheiten des Altwiener Christkindlmarktes zu bewundern. Wie der Ostermarkt, hat dieser wirklich schöne Dinge zu bieten. Keine Massenanfertigungen (zumindest wirkt es so), keinen Ramsch, er ist schön hergerichtet, es laufen im Hintergrund "besinnliche" Weihnachtslieder, ... einfach ein sehr lieber, kleiner, hübscher Markt.

Hat man also einen außergewöhnlichen Punsch Am Hof geschlabbert, eine Kleinigkeit auf der Freyung schnabuliert, dann wandert man durch die schön beleuchtete City und genießt das weihnachtliche Flair.

Ist man nicht zu spät unterwegs, kann man auch noch beim Weihnachtsmarkt am Stephansplatz vorbei hupfen. Sehr klein, dafür bekommt man Dinge, wie die original Wiener Schneekugeln und er ist gleich neben dem Stephansdom.

Fotos von diversen Weihnachtsmärkten.


Mittwoch, 26. November 2014

Weihnachtsmarkttouren - Tour3

Mittelalterlicher Adventmarkt Burg Kreuzenstein

War leider nur ein Wochenende lang von FR bis SO. Der Adventmarkt fand das erste Mal statt und laut Kritiken (ich selber hab's nicht hin geschafft), war er sehr schön, da alle das Ambiente der Burg Kreuzenstein großartig fanden (offensichtlich kennen Wiener die Burg nicht), das Mittelalterliche des Marktes ebenfalls gut fanden, aber es war manchen zu wenig adventlich. Da es nieselte und neblig war, dürfte die Burg noch ihr Übriges dazu getan und einen schaurig schönen Eindruck vermittelt haben.

Lob und Kritik:
  • zu wenige Parkplätze: als ich hin kam, durfte man nicht mehr rauf fahren, musste in Leobendorf suchen und rauf gehen. 
  • wegen Überfüllung geschlossen: ich bin nicht mehr ganz hinauf gegangen, da man mir dreimal auf dem Weg dorthin berichtete, man ließe die Interessenten nur noch in 10-er-Gruppen hinein, weil einfach zu viele Menschen dort wären. Also hab ich's ganz gelassen. In einer Schlange, die angeblich sehr lang war, wollte ich nicht warten.
  • [Nachgelesen] zu viel Mittelalter, zu wenig Advent: Geschmackssache. Kann ich leider nicht beurteilen. 
  • [Nachgelesen] schöner Mittelaltermarkt

Montag, 24. November 2014

Weihnachtsmarkttouren - Tour2

Kellergassenadvent

Man hat mir einen Kellergassenadvent ein paar Dörfer von mir empfohlen. Zum Zeitpunkt der Empfehlung war er noch ca 4Std offen. So spontan, wie ich nun mal bin *hüstel*, hab ich mich zusammen gepackt und bin hin gefahren. War auch nicht schwer zu finden. Einfach in die Gasse, in der die meisten Autos stehen. Ein Schild gab's auch, das hab ich allerdings erst auf der Rückfahrt gesehen...
Sieht wirklich süß aus. So ziemlich die ganze Kellergasse entlang, sind viele (nicht alle) der Keller geschmückt und offen. Es gibt Punsch, Glühwein, Kleinigkeiten zu essen (u.a. Käselangos, das wie eine Mischung aus Fladenbrot und Langos schmeckt, aber nicht so schnell kalt wird - eigentlich besser) und in anderen Kellern bieten die Besitzer/Pächter/Mieter einiges zum Kauf an. Von weihnachtlichen Dingen bis hin zu Wein oder Schmuck. Aber keinen grauslichen Kitsch. 

Kellergassen - die Dörfer ohne Rauchfänge - sind ja grundsätzlich oft sehr goldig und pittoresk anzusehen. In der Nacht, wenn vereinzelte Straßenlaternen leuchten und einige der Keller zusätzlich beleuchtet sind, sind sie nochmal so hübsch. Und, abgesehen von einem wirklich kitschigen Fleck, waren die meisten in diesem Adventmarkt auch sehr nett geschmückt. Einfach mal was ganz anderes. Schade, dass dieser Kellergassenadvent nur eine Wochenende dauerte und ich zu spät davon erfuhr. Für's nächste Jahr weiß ich es.

Hier kann man in weiteren Kellergassen nach Adventmärkten stöbern.

Fotos von diversen Weihnachtsmärkten.


Sonntag, 16. November 2014

Weihnachtsmarkttouren - Tour1

Am SA, 14.11.2014 haben die ersten Weihnachtsmärkte aufgesperrt. 

Eigentlich wollte ich zur Eröffnung und Illumination des Weihnachtsbaumes am Christkindlmarkt Rathausplatz, aber die Faulheit und das Wetter haben mich dagegen entscheiden lassen. Um jedoch nicht ganz untätig herum zu sitzen, habe ich mich Abends doch noch aufgerafft, die Kamera geladen, Stativ eingepackt und auf den Weg nach Wien gemacht. Ich musste doch mein neu erworbenes Wissen über Nacht- und nächtliche Lichtaufnahmen ausprobieren.
Auf dem Weg spontan umdisponiert und beschlossen, zwei Märkte zu besuchen, die ich after work sonst nie zu Gesicht bekäme, weil sie einfach außerhalb meiner üblichen Reichweite liegen, aber von der anderen Richtung - also gestern Abend - besser zu erreichen sind. Schloss Wilhelmimenberg und Türkenschanzpark

Schloss Wilhelminenberg

Der "Weihnachtszauber" ist seitlich hinter dem Schloss aufgebaut, damit man bei einem Häferl Punsch die Aussicht auf Wien bewundern kann, die - an einem klaren Tag - sicher atemberaubend schön ist. Gestern Abend war es leider diesig und sehr windig, d.h. das Wiener Lichtermeer unter mir war nur bedingt genießbar. Aufgebaut sind nicht mehr als 10 Hütten, eher weniger, und geöffnet waren gestern nur 6 Stück. Davon locker 4 mit Essen/Trinken. Dazu kommt eine kleine Bühne, offensichtlich unter Tags die Möglichkeit Pony zu reiten (Schilder und Heu gab's, Ponies keine) und ich habe mir sagen lassen, dass wohl auch ein Eislaufplatz aufgebaut wird. Wo, kann ich mir allerdings nicht vorstellen.
Der ganze Markt wirkt etwas unfertig. Ich glaube, das war er auch. Eben weil noch ein paar Hütten geschlossen waren, es hängen zwar Lichterketten am Schloss, aber beleuchtet waren sie nicht. Die Holzterrasse, um die die Hütten aufgebaut sind, ist mit geschmückten Weihnachtsbäumen und Stehtischen mit Windlichtern bestückt. Für meinen Geschmack ist der Platz in der Mitte zu groß, könnte aber auch daran liegen, dass gestern gefühlte 10 Leute dort waren - der Wind hat ziemlich durch gepfiffen.
Am Lichterglanz könnte man noch ein wenig arbeiten, aber ich denke, er ist sicher mal an einem klaren Abend, ohne Wind, einen Besuch wert. Einfach der Aussicht wegen. Oder nur der Aussicht wegen. Weil sonst hat er nicht viel zu bieten.



Nachtrag: Eben hat man mir erklärt, dass die Holzterrasse der Eislaufplatz wird. Ich kann's mir nicht so recht vorstellen, weil ja die Hütten rundum stehen und der Platz an sich nicht sehr groß, eher ein Plätzchen, aber wenn es so ist, sieht es sicher interessant aus.

Türkenschanzpark

Dieser Weihnachtsmarkt liegt im Bereich des türkischen Brunnen, kurz davor, um den Brunnen und dann ist er auch schon zu Ende. Ich bilde mir ein, vor ein paar Jahren war er größer. Nun ja. Es sieht recht hübsch aus, weil ein paar Lichterketten zwischen den bunt beleuchteten Bäumen hängen. Die Beleuchtung der Bäume wechselt die Farben. Für Licht- und Glanz-Freaks wie mich, sehr schön anzusehen. 
Was es in den Hütten gibt, habe ich außer Acht gelassen, weil mir da schon recht kalt war, aber soweit ich sehen konnte, das Übliche. Und wie immer, recht viel Punsch und Essen. Dazwischen sind einige Längen beleuchtete "Unterstände" mit Stehtischen aufgebaut, in denen man eventuellem Schnee trotzen, punschen und plaudern kann. Auch hier waren nicht so viele Menschen anzutreffen, es war ja der erste Abend, aber der Markt kann bei Schneefall sehr romantisch wirken. Aus der Mitte klingen Weihnachtslieder über den Park. Sollte doch noch Schnee kommen, zahlt sich ein Besuch zu zweit für einen kurzen, romantischen Abend sicher aus. 

Fotos von diversen Weihnachtsmärkten.

Sonntag, 2. November 2014

Noch 53 Tage bis Weihnachten

Weihnachten steht vor der Tür!

Ja, es ist grad mal November. Herbst. Noch nicht Winter. Und es ist noch eeewig hin, bis Weihnachten. Sagt man. Und dann, Anfang/Mitte Dezember jammern alle über den Weihnachtsstress: Weihnachten sei nicht mehr, was es mal war, hätte den "eigentlichen Sinn" verloren, man sei nur noch im Stress, weil man noch so viel erledigen müsse, jeder hetzt nur noch und überhaupt und Bäh.
Darüber lass ich mich jetzt nicht weiter aus, das hab ich in einem anderen Post getan. Wer es unbedingt so sehen will, soll es so sehen. Allerdings - ich weiß, das ist eine gewagte Behauptung - man muss es nicht so weit kommen lassen...

Werft mal einen kurzen Blick auf den Kalender:



Wer Familie hat, die versorgt und beschert werden, dem bleiben im Dezember nicht so viele Tage Vorbereitungszeit übrig. In Wirklichkeit gibt es im Dezember 2014 nur zwei volle Wochen. In der ersten warten schon Krampus und Nikolaus, eine ist aufgrund eines Feiertages (Maria Empfängnis) etwas verkürzt - an deren Wochenende sich ein Ski-Ausflug oder Familientreffen anbietet (was übrigens wieder Zeit braucht) und eine Woche hat überhaupt nur noch 2 Tage bis Weihnachten. Wer will, kann natürlich alles in diese zwei Tage stecken. Es wär mir dann allerdings recht, nicht vor mir über den "Weihnachtsstress" zu klagen, den man sich selbst auferlegt hat.
Dazwischen möchte man ev. doch das eine oder andere unternehmen, auf einen Weihnachtsmarkt gehen vielleicht, Familie besuchen, Kekse backen, man hat Termine,... De facto stehen im Dezember 2014 genau 16 Werktage zur Vorbereitung zu Verfügung. Kein Wunder, dass dann jeder im Stress ist. Ich sage nicht, beginnt - so wie ich - im September mit der Vorweihnachtszeit, aber macht euch bewusst, dass, je später ihr Weihnachten in eurem Leben erlaubt, desto knapper wird die Zeit bis dahin. Dann meckert nicht.
In diesem Sinne: es sind noch 53 Tage bis Weihnachten. Genießt sie!

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Bärlin, ich komme

14.10.2014
21:00 Uhr
T- keine Ahnung, wie viele Stunden.Wir stehen bei 0 gepackten Koffern.Einem geladenen Kamera-Akku. Einem geladenen Telefon-Akku. Einem zu 3/4 ausgelesenem Reiseführer. Einer gedruckten Boardkarte. Und einem kleinen Anflug von "AaAaaaaaahhh, ich werde nicht fertig"-Anfall.

21:51 Uhr

T- sicher nicht mehr so viele Stunden wie vorher.
Wir stehen bei einem 1/4 gepackten Koffer. Einer eingepackten Kamera. Einem immer noch ladenden Telefon-Akku. Einem immer noch zu 3/4 ausgelesenem Reiseführer. Einer "um Gottes Willen, ich darf dich nicht vergessen"-Boardkarte. Und kurz davor, den Koffer wieder auszupacken.

21:55 Uhr

Ich habe Hamish nicht eingepackt!

23:37 Uhr

Ich habe mich von kreuzundquer ablenken lassen.

23:38 Uhr
Hamish ist immer noch nicht eingepackt.


15.10.2014

09:01 Uhr
Schlecht geschlafen. Natürlich. Kopfweh. Natürlich.

Hamish ist eingepackt.

10:10 Uhr

Liege eigentlich recht gut in der Zeit.
T- 6Std 40min
Koffer gepackt. Hamish eingepackt. Ich vergesse sicher was Wichtiges. Was für ein Glück, dass die in Bärlin Deutsch sprechen.

Mittwoch, 3. September 2014

Ice Bucket Challenge - my point of view

Die Ice Bucket Challenge schwappt über in den sozialen Netzwerken. Und ruft immer mehr Kritiker auf den Plan. Kein Wunder, denn auch Gutes kann einmal zuviel des Guten werden. V.a. wenn man langsam das Gefühl hat, es geht fast nur noch um die Selbstdarstellung und nicht um die Sache an sich. Es reicht nicht mehr viel und der berühmte Tropfen bringt den Eiskübel zum Überlaufen. Was schlecht ist, weil in der schnelllebigen Zeit bald die nächste Spendenaktion über uns herein brechen wird und die Menschen müde und dessen überdrüssig werden. Währenddessen herrscht in anderen Ländern Krieg und viele bräuchten auch hier unsere Unterstützung. Spenden wir also jetzt für ALS, morgen für Nachbar in Not, übermorgen gegen Tierversuche, nächste Woche für Opfer eines Hurricans, kommenden Monat für Ute Bock in ein paar Monaten für Licht ins Dunkel, usw... wer das macht: ich ziehe meinen Hut.

Ich wurde noch nicht nominiert - zumindest habe ich es bisher noch nicht mitbekommen - und gleich mal vorweg: es hat keinen Sinn, mich zu nominieren, ich werde nicht mitmachen. Warum? Das geht eigentlich niemanden was an. Genausowenig geht es jemanden was an, ob ich für (karitative) Zwecke, Forschung oder humane und sonstige Katastrophen spende, oder wie viel. Das ist meine Sache. "Tu Gutes und rede darüber" interessiert mich nicht. "Tu Gutes" reicht für mich und mein Karma. Jeder weiß, dass ich den Bärenwald in Arbesbach unterstütze, aber ich engagiere mich - innerhalb meiner Ressourcen - auch anderweitig und rede nicht groß darüber.

Der ursprüngliche Gedanke an sich, auf die Muskelkrankheit ALS aufmerksam zu machen und Spenden für die Forschung zu bekommen, ist ok. Auch die Art und Weise, wie es gemacht wird/wurde, ist an und für sich ok. In Zeiten, wie diesen, wo man eigentlich nur noch Aufmerksamkeit bekommt, wenn man es schafft, etwas viral zu verbreiten, war die Idee eine wirklich tolle. Hat ja auch funktioniert. Leider nervt es mittlerweile und hier nicht nur die vielen Videos mit und ohne Eiswasser, sondern auch die vielen Videos und Statements, die sich darüber aufregen und sich darüber aufregen, dass man sich aufregt. Zu viel Aufregung über eine vormals gute Aktion für meinen Geschmack.

Lasst doch einfach jeden selbst entscheiden, ob es "Spaß macht", ob man mitmachen will oder nicht und warum oder warum nicht. Es ist nicht notwendig, sich mit gegenseitigen Nonmentions über Social Media zu bewerfen. Es ist auch nicht notwendig darauf hinzuweisen, dass man ja auch spenden kann und soll. Jeder halbwegs normale und mitdenkende Mensch weiß das (ja, es gibt Ausnahmen. Die gibt's immer.). Und toll, dass es viele tun. Lasst den Kritikern, die sich über die Tierversuche der ALS-Forschung aufregen, ihren Freiraum. Ich gebe zu, ich bin hier auch in einer Zwickmühle, weil ich einerseits gegen Tierversuche, andererseits der Meinung bin, dass die Medizin nicht dort wäre, wo sie ist, gäbe es die Tierversuche nicht. Aber gegen Versuche am Menschen sind wir doch auch. Die Forschung muss gesponsert werden, das Geld kommt nicht von ungefähr und Forschung ohne Tierversuche ist unverhältnismäßig teurer. Ich verstehe die Kritik, es gefällt mir nicht und ich wanke auch.

Zurück zum Thema: spendet, engagiert euch, bewerft euch mit Eiswürfeln oder werft diese in euren Whiskey. Egal. Wichtig ist: engagiert euch für etwas, das in euren Augen das Engagement wert ist. Animiert andere, dasselbe zu tun, aber überlasst ihnen das wie, wann und wo.

Tut Gutes.

Donnerstag, 22. Mai 2014

Meine Lange Nacht der Kirchen am 23.05.2014

Die Lange Nacht der Kirchen steht wieder an am 23.05.2014. Es ist die 10. und eigentlich sollte sich das im Programm zeigen, aber ich habe das Gefühl, das Programm ist nicht so gut wie sonst. Zumindest nicht so ganz nach meinem Geschmack. Es ist zB keine einzige Friedhofsführung dabei (oder finde ich sie nur nicht?). All die Male davor, gab es welche, u.a. auch am Zentralfriedhof. Ich habe zB letztes Jahr eine Mitternachtsführung auf einem evangelischen Friedhof mitgemacht, im Dunkeln, so mit über Grabsteine stolpern und so. Auf jeden Fall war sie gut, interessant und ein wirklich spannendes Gefühl Nachts über einen Friedhof zu gehen. 

Der Verein der Wiener Spaziergänge (glaube ich) hat letztes Jahr auch Führungen angeboten. Ich hab an einer teilgenommen, die rund um den Stephansdom führte, vorwiegend aus Neugier, ob man mir etwas erzählt, das ich nicht weiß. Und siehe da, ich wusste so einiges nicht. Die Führerin hat maßlos überzogen, wodurch ich andere Programmpunkte verpasst habe, aber sie ging so in ihrer Rolle auf, hat so gut erzählt und die ganze Führung war so großartig, dass mir das nicht ausmachte.

Dieses Jahr bieten die Austria Guides 3 Spaziergänge an. 3 nur! Und die klingen nicht sonderlich aufregend. Einer davon - Die Wiener Orgeln und ihre Geschichte - steht dennoch auf meinem Plan. Ob es sich ausgeht, ist eine andere Frage...
Da ich schon die letzten Jahre einige Türme und viele Gruften und Krypten besucht habe, werde ich mich dieses Jahr vorwiegend auf andere Dinge konzentrieren. Auch, weil dieses Jahr bisher ein nicht so einfaches war und ein bisschen innere Einkehr, nie falsch ist (ich bin o.B.) wird auch das eine oder andere Religöse/Spirituelle dabei sein. Einfach aus Neugier und Hoffnung. Mal sehen.


Man muss für die Lange Nacht weder religiös, noch spirituell oder sonstwie gläubig sein. Man muss nicht mal Interesse dafür haben. Es ist ein Projekt aller christlichen Konfessionen, alles, von der Kirche, über das Kloster und die Krypten bis hin zu den Türmen und Örtlichkeiten, die sonst nie zugänglich sind (oder nur gegen Geld) ist geöffnet (Bernardikapelle, erzbischöfliches Palais, Herzerlgruft...). Viele Menschen sind unterwegs, aus den unterschiedlichsten Gründen, es bilden sich lange Schlangen (übrigens die einzigen Schlangen, in denen ich mich anstelle) und alle haben dasselbe Ziel: die Nacht zu genießen und vieles zu sehen.
Mein Hauptantrieb ist meist die Architektur, Bauhistorie und Geschichte an sich, aber man kann sich auch schon mal in andere Richtungen treiben lassen.


Das ist, was ich dieses Jahr vor habe.

17:45-18:00 - Himmlisches Geläut in St. Salvator
Glocken ziehen per Hand für jeden (mit Urkunde :-) ) Die Lange Nacht wird immer mit Kirchgeläut eingebimmelt. Ich finde das sehr schön, wenn so viele Glocken gemeinsam läuten. Bisher hab ich es nie geschafft, rechtzeitig dazu in der Stadt zu sein, aber die Chancen stehen dieses Jahr gut. Wenn nicht, gibt's immer noch das Ausbimmeln.
Wipplingerstraße 60, 1010


18:00-18:30 - Die Ruprechtskirche, die älteste Kirche Wiens?
Kirchenführung mit Rektor P. Gernot Wisser SJ
Ruprechtsplatz, 1010

18:30-19:30 - Byzantinische Kirchenmusik, Griechisch-Orthodoxe Kathedrale
Konzert byzantinischer Kirchenmusik. Wenn die Musik so geil ist, wie byzantinische Baukunst, na dann aber: Hallo. Sehr knapp von der Ruprechtskirche dorthin, aber ich muss ja nicht die ganze Stunde dabei sein.
Fleischmarkt 13, 1010

Irgendwann zwischen 19:00-23:00 Raum der Stille, Kreuzgang des Dominikanerklosters
Der mittelalterliche Kreuzgang des Dominikanerklosters ist der einzige in ganz Wien, der aus dieser Zeit unversehrt erhalten geblieben ist. Er ist als Raum der Stille und der inneren Einkehr geöffnet. Ein Ort mehr, den man sehen muss. Kreuzgang. Mittelalter. Man wird nur das Klicken meines Fotoapparates hören.
Postgasse 4, 1010

Irgendwann zwischen 18:45-20:00 - Rosenkranzknüpfen, Dominikanerkirche
Jung und Alt haben die Möglichkeit, einen Rosenkranz zu knüpfen, ihn beten zu lernen und ihn mit nach Hause zu nehmen. Ort: Refektorium des Dominikanerkonvents.
Ich weiß, was ihr denkt. ;-) Aber wenn ich schon ruhig durch den Kreuzgang gewandert bin, kann ich auch gleich einen Rosenkranz knüpfen.
Postgasse 4, 1010

Irgendwann zwischen 18:00-23:30 - Die Krypta der Franziskanerkirche
Führungen zu jeder vollen und halben Stunde. Zählkarten ab 17:00 beim Info-Point holen. Ich bin mir zwar gar nicht mehr sicher, ob ich die schon gesehen habe, aber eigentlich egal.
Franziskanerplatz 4, 1010

19:45-20:00 - Führung durch die griechisch-orthodoxe Kathedrale
Führung durch die griechisch-orthodoxe Kathedrale zur Heiligen Dreifaltigkeit. Wann wurde die Kathedrale erbaut? Wie ist ein orthodoxes Gotteshaus angelegt? Welche Bedeutung haben die Ikonen? Dies und vieles mehr wird Ihnen im Rahmen dieser Führung beantwortet. Ich kenne sie ja schon, professionelle Führung hatte ich allerdings noch keine. Wenn es sich ausgeht...
Fleischmarkt 13, 1010

20:00-21:00 - Eine "Perle" in Wiens Kirchenlandschaft, Maria am Gestade
Führung durch die Kirche Maria am Gestade und durch das neue Klemensmuseum.
Wieder so ein Termin-Sauhaufen. Ich kenne die Kirche, aber durchgeführt wurde ich noch nicht. Aber ev. geht sich alles, wenn ich das Museum auslasse. Den Perger Altar kann ich mir auch ein anderes Mal ansehen.
Salvatorgasse 12, 1010

20:15-21:00 - Mönche, die nicht schweigen dürfen, Klosterführung
In einer Führung durch das Kloster wird von jungen Brüdern des Dominikanerordens das Ordensleben vorgestellt - vom Eintritt bis zur Gruft. Sie erhalten Zugang zu Räumen, die sonst der Öffentlichkeit verschlossen sind. Treffpunkt im Kreuzgang.
Tja, das überschneidet sich nun mit den gregorianischen Chorälen der Heiligenkreuzer. Muss ich wohl spontan entscheiden, aber ich denke, es wird eher die Klosterführung. Die CD von Chant hab ich ja eh. Ich meine, immerhin ist hier eine Gruft dabei, die ich tatsächlich noch nicht gesehen habe.
Postgasse 4, 1010

21:00-21:45 - Spaziergang, Harmonie und Himmelsklang
Die Wiener Orgeln und ihre Geschichten (nicht online).
Ja, könnt knapp werden, wenn ich noch im Dominikanerkloster bin.
Deutschordenshaus im Hof, Singerstraße 7, 1010

Irgendwann zwischen 18:30-22:00 - Barock mit neuen Augen sehen, Bernardikapelle Heiligenkreuzerhof
Pater Karl Wallner und die Mönche führen durch die Bernardikapelle. Barock mag ich ja gar nicht so gerne, aber wann sieht man schon die Bernardikapelle?! Außerdem ist hier immer die längste Schlange, also muss was dahinter stecken.
Grashofgasse 3/7, 1010

20:00-20:20 - Chant, eine musikalische Meditation, Bernardikapelle Heiligenkreuzerhof
Die Zisterziensermönche von Heiligenkreuz singen Gregorianischen Choral und lesen Texte ihrer Ordensväter. Das sind sie, die von der CD.
Grashofgasse 3/7, 1010

22:00-22:15 - Lateinische Komplet der Mönche, Bernardikapelle Heiligenkreuzerhof
So singen die Mönche von Heiligenkreuz seit 1133 täglich dem lieben Gott das "Gute Nacht". Gute Nacht sagen, bevor ich an der Glocke von St. Salvator ziehe. Klingt doch schön.
Grashofgasse 3/7, 1010

22:45-23:00 - Glockengeläut zum Ausklang in St. Salvator
Ein würdiger Abschluss. (Außerdem will ich eine Urkunde!)
Wipplingerstraße 60, 1010

Ja, ich habe viel vor. Und ja, ich werde die Hälfte nicht schaffen, aber ja, es wird mir nichts ausmachen, ich werde anderes sehen. Und dabei sein. Irgendwas geht immer. Und irgendwann werde ich es auch außerhalb des 1. Bezirkes schaffen ;-) (Der Friedhof letztes Jahr war immerhin im 10.!)

Schade halt, dass die meisten Dinge um dieselben Zeiten geplant sind. Klar ist es schwierig so viele Örtlichkeiten zu koordinieren, aber man könnte sich ja etwas flexibler zeigen - hier meine ich die teilnehmenden Orte und nicht mich. Ich kann mich nicht teilen.
Was auch sehr schade ist, ist dass die Verantwortlichen für die Website - offenbar zum Jubiläum - selbige überarbeitet haben. Was an sich ja keine Tragik ist, blöderweise haben sie es eine Woche davor gemacht. Bei der Fülle an Programmpunkten, eine Woche vor dem Event, die Website komplett neu online zu stellen, ist einfach nur dumm. V.a. auch, weil die Suchfunktion nun eine ganz andere ist, man sich umgewöhnen muss (und sie leider nicht mal gut ist) und die zuvor mögliche Merkliste, die man speichern und ausdrucken konnte, ist weg. Hat man sich also schon einige Zeit davor ein Programm zusammen gestellt - was nur klug wäre, weil man dann besser planen kann (s. mein Terminsauhaufen oben), schaut man nun durch die Finger, weil sie die alten Merklisten einfach gelöscht haben. Es wurde Zeit, die Website neu zu erstellen, aber Leute, doch nicht eine Woche vorher!! Bitte nochmal von vorne.

Man findet die Lange Nacht der Kirchen auch auf Facebook, Twitter haben sie noch nicht integriert. Auch nicht so optimal, aus der Nacht lässt es sich ja hervorragend twittern. Ich nominiere den Hashtag #LNdKirchen (#LNdK wird auch mit Kulinarik, Küchen usw verwendet).

Also dann, lasst euch animieren, hinreißen, treiben. Staunt, lernt, seht, hört. Es zahlt sich aus. Auf eine schöne, gemeinsame Nacht!
Habe ich erwähnt, dass alles gratis ist?!


PS: Für Anfänger eignet sich der Stephansdom hervorragend. Türmerstube über 343 Stufen besteigen und dann hinunter in die Gruft. Dazwischen dem Longfield Gospelchor lauschen und sich in der offenen Dombauhütte die Restaurierung erklären lassen.